Die Fundamente für die Windenergieanlagen in Olsberg-Mannstein sind bereits errichtet. Auf diesen wird in Kürze der Turm samt Großkomponenten der Anlage errichtet.

Die Fundamente für die Windenergieanlagen in Olsberg-Mannstein sind bereits errichtet. Auf diesen wird in Kürze der Turm samt Großkomponenten der Anlage errichtet. (Quelle: MVV Energie AG)

Das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie AG übernimmt zwei weitere Windparks aus der Projektentwicklung ihrer hundertprozentigen Tochtergesellschaft Juwi GmbH in ihr eigenes Erzeugungsportfolio. Die beiden Anlagen Olsberg-Mannstein und Olsberg-Antfeld werden aktuell nahe der Stadt Olsberg im Hochsauerlandkreis errichtet. Die Fertigstellung soll Mitte diesen beziehungsweise Anfang kommenden Jahres erfolgen. Die sieben Windenergieanlagen des Windparks Olsberg-Mannstein erzielen dann eine Gesamtleistung von rund 24 Megawatt; die vier Anlagen in Olsberg- Antfeld werden eine Gesamtleistung von rund 22 Megawatt haben.

Die Integration der Windparks in den Eigenbestand ist ein zentraler Bestandteil der Klimaschutzziele von MVV. Mit seinem Mannheimer Modell und dem Dreiklang aus Stromwende, Wärmewende und Kundenlösungen will das Energieunternehmen bis 2035 klimapositiv werden. Dr. Hansjörg Roll, Technikvorstand von MVV: „Bis 2030 wollen wir unsere eigene Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auf rund 2.000 Megawatt erhöhen. Dazu werden wir die inländischen Windenergie- und Photovoltaikprojekte, die unsere Tochtergesellschaft Juwi entwickelt, vermehrt im Konzern halten. Unsere noch verbliebene Erzeugung aus fossilen Energien werden wir bis 2035 vollständig auf grüne Energien umstellen.“

Christian Arnold, Geschäftsführer der Juwi GmbH, ergänzt: „Wir freuen uns sehr, dass ein Teil der von Juwi entwickelten Projekte künftig im Konzern verbleibt und wir die MVV auf ihrem Weg zu einer positiven Klimabilanz mit unseren Wind- und Solarpark- Projekten noch stärker unterstützen können.“

Der Windpark Olsberg-Mannstein entsteht seit dem Baubeginn vor einem Jahr auf vorgeschädigten Flächen eines Fichtenforstes. Er wird sieben Windenergieanlagen des Typs Vestas V126 mit einer Nabenhöhe von je 137 Metern und einer Nennleistung von je 3,45 Megawatt umfassen. Die Gesamthöhe jeder Anlage beträgt 200 Meter. In Kürze werden die Großkomponenten der Windenergieanlagen angeliefert, die ab Mai Zug um Zug auf den bereits bestehenden Fundamenten errichtet werden. Die Inbetriebnahme ist im Laufe des Sommers 2024 geplant.

Für den Windpark Olsberg-Antfeld, dessen Bau im März 2024 begann, wird derzeit die Zuwegung vorbereitet, damit die notwendigen Kabel unterirdisch verlegt und die Fundamente für die vier Windenergieanlagen des Typs General Electric (GE) 5.5-158 gebaut werden können. Diese werden jeweils eine Nabenhöhe von 161 Metern bei einer Gesamthöhe von 240 Metern aufweisen sowie eine Nennleistung von rund 5,5 Megawatt erreichen. Die Fertigstellung ist im ersten Quartal 2025 geplant. Der Betrieb beider Windparks wird durch die MVV Windenergie GmbH erfolgen.

ew-Redaktion

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